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Badeanstalt hinter den Werderschen Mühlen an der Stadtschleuse

Die "Badeanstalt hinter den Werderschen Mühlen an der Stadtschleuse" hieß im Volksmund kurz "Sechserbad" (wegen des Eintrittspreises) oder "Magistratschwemme" und war zu Anfang ausschließlich der männlichen Bevölkerung vorbehalten. Um 1890 wurde sie zu einer "modernen Doppelbadeanstalt" umkonzipiert, die für beide Geschlechter geöffnet war. Sie war so gebaut, daß die Umkleidekabinen wie Hausboote auf der Spree schwammen und für 120 Badegäste Platz boten. (Arnold/Arnold, S.33)

    "Breite Treppen führten zu zwei Balkonen, von denen man einen guten Überblick über die Bassins hatte. Außer den offenen Oberlichtern über den Bassins waren in den Außenwänden des Mittelbaues zur Erzielung einer angenehmen Beleuchtung in der Halle zahlreiche bunte Glasfenster angebracht. Der Reinigung vor dem Baden dienten zwei geräumige Brauseräume, die reichlich mit Kopf-, Strahl- und Sitzbrausen ausgestattet waren." (Bohm zitiert nach Arnold/Arnold, S.33)
Durch ihre Größe und Zweckmäßigkeit wurde die Badeanstalt an der "Schlossfreiheit" als eine der schönsten Flußbadeanstalten Berlins erachtet. (Arnold/Arnold, S.33)
Im Zuge des Umbaus der "Schlossfreiheit" wurde die Badeanstalt 1894 an die Waisenbrücke verlegt.
 
 


http://www.zlb.de/schlossplatz/geschichte/badeanstalt.htm / Update: 1.3.00
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