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Werdersche Mühlen

Die Werderschen Mühlen wurden im 14. Jahrhundert erbaut. Sie befanden sich an der Ecke der "Schlossfreiheit" und reichten bis an die Schleusenbrücke. Ihr Name ergab sich aus der Tatsache, daß dieses Gebiet ursprünglich zum Werder gehörte; sie selbst gaben dem neben ihnen verlaufenden Seitenarm der Spree seinen Namen: Mühlengraben.
Bis 1448 waren die Werderschen Mühlen im Besitz der Städte Cölln und Berlin bis sie aus Empörung Kurfürst Friedrichs II. über den "Berliner Unwillen" unter kurfürstliche Verwaltung gestellt wurde.
1708 wurde die Werdersche Mühle unter König Friedrich I. umgebaut, und 1720 ließ König Friedrich Wilhelm eine zweite Mühle anlegen. Wie Nicolai zu berichten weiß, waren "in der alten Mühle 8 und in der neuen 6 Mahlgänge. Den Raum der beiden anderen Gänge nimmt die Wasserkunst ein, wodurch das Wasser bis in die Wasserbehälter auf dem Dache des Schlosses, über dem großen Eosanderschen Portale, geleitet wird. Zwischen dem Gerönne der beiden Mühlen ist dazu ein besonderes Gerönne." (Nicolai, S.113)

Werdersche Mühlen
Blick auf die Schleusenbrücke, die Werderschen Mühlen,
die Schlossfreiheit und das Schloss
Aquarell von Albert von Keller, 1865 (farb.)
Historische Postkarte (Zentrum für Berlin-Studien)

Die Werderschen Mühlen wurden 1876 abgerissen, auf einem Teil ihres Grundstücks wurde 1882 der provisorische Bau eines Restaurants errichtet, der allerdings als "geschmacklos" erachtet wurde. (Krieger, S.63)
 
 


http://www.zlb.de/schlossplatz/geschichte/muehlen.htm / Update: 15.3.00
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